Wie wird COVID-19 bei schwer erkrankten Patienten diagnostiziert und behandelt?
Die COVID-19-Pandemie hat die Welt in Atem gehalten. Viele Menschen fragen sich, wie die Krankheit bei schweren Verläufen behandelt wird. Dieser Artikel erklärt die aktuellen Empfehlungen für die Diagnose und Behandlung von schwer und kritisch erkrankten COVID-19-Patienten.
Was sind die Symptome von COVID-19?
Die ersten Anzeichen von COVID-19 sind oft Fieber, trockener Husten und Müdigkeit. Einige Patienten haben auch Erbrechen oder Durchfall. Nach etwa einer Woche können schwere Symptome wie Atemnot und Brustschmerzen auftreten. Bei manchen Patienten entwickelt sich schnell ein akutes Atemnotsyndrom (ARDS), das lebensbedrohlich sein kann.
Wie wird COVID-19 diagnostiziert?
Die Diagnose von COVID-19 basiert auf klinischen Symptomen, Labortests und bildgebenden Verfahren. Ärzte verwenden die „Diagnose- und Behandlungsrichtlinien für neuartige Coronavirus-Pneumonie (Version 7)“, um die Krankheit zu identifizieren.
Wie wird COVID-19 behandelt?
Die Behandlung von COVID-19 konzentriert sich auf die Linderung der Symptome und die Vorbeugung von Komplikationen. Es gibt derzeit kein spezifisches Medikament gegen das Virus. Ärzte behandeln die Symptome und unterstützen die Organfunktionen.
Antivirale Behandlung
Es gibt kein spezielles Medikament gegen COVID-19. Medikamente wie Oseltamivir oder Ganciclovir werden nicht empfohlen.
Glukokortikoid-Therapie
Die Verwendung von Glukokortikoiden wird normalerweise nicht empfohlen. Bei Patienten mit schwerem ARDS kann jedoch Methylprednisolon für 3 bis 5 Tage verabreicht werden.
Antibiotika-Behandlung
Antibiotika werden nicht routinemäßig eingesetzt. Sie können jedoch bei bakteriellen Infektionen verwendet werden.
Atemunterstützung
- Sauerstofftherapie wird sofort bei schweren Fällen empfohlen.
- Bei schwerer Atemnot wird eine High-Flow-Nasen-Sauerstofftherapie (HFNO) bevorzugt.
- Bei schwerem ARDS ist eine invasive Beatmung notwendig.
Kreislaufunterstützung
- Bei ARDS-Patienten wird eine zurückhaltende Flüssigkeitstherapie empfohlen.
- Bei septischem Schock werden isotonische Lösungen und vasoaktive Medikamente verwendet.
Nierenunterstützung
Bei starken Entzündungsreaktionen kann eine Blutwäsche (Dialyse) notwendig sein.
Leberunterstützung
Patienten mit Leberversagen benötigen künstliche Leberunterstützung.
Herzschutztherapie
Bei akuten Herzschäden können herzstärkende Medikamente verschrieben werden.
Ernährungsunterstützung und andere Behandlungen
- Patienten sollten frühzeitig eine enterale Ernährung erhalten.
- Plasma von genesenen Patienten kann bei schweren Verläufen helfen.
- Thymosin α1 kann bei niedrigen Lymphozytenwerten eingesetzt werden.
- Komplikationen wie Lungenentzündung oder Thrombosen sollten verhindert werden.
- Traditionelle chinesische Medizin kann in Betracht gezogen werden.
- Psychologische Unterstützung ist wichtig.
Entlassung und Nachsorge
Die Entlassungskriterien basieren auf den „Diagnose- und Behandlungsrichtlinien für neuartige Coronavirus-Pneumonie (Version 7)“. Patienten sollten nach 1, 3, 6 und 12 Monaten nachuntersucht werden, und die Lungenfunktion sollte überwacht werden.
Finanzierung
Diese Studie wurde durch Zuschüsse der National Natural Science Foundation of China, des Henan Provincial Ministry Co-construction Project und anderer Organisationen unterstützt.
Interessenkonflikte
Keine.
For educational purposes only.
doi.org/10.1097/CM9.0000000000001264