Wie stehen Impfmitarbeiter in China zum Nasenspray-Impfstoff gegen SARS-CoV-2?

Wie stehen Impfmitarbeiter in China zum Nasenspray-Impfstoff gegen SARS-CoV-2?

Die hochansteckenden Omicron-Varianten wie BQ.1 und XBB haben in China die Sorge vor einem erneuten Anstieg der COVID-19-Fälle verstärkt. Als Reaktion darauf haben die Gesundheitsbehörden im Dezember 2022 eine zweite Auffrischungsimpfung eingeführt und im April 2023 den Nasenspray-Impfstoff (ISV) als Option hinzugefügt. Obwohl klinische Studien die Sicherheit und Wirksamkeit von ISVs gegen mehrere SARS-CoV-2-Varianten gezeigt haben, waren die Einstellungen der Impfmitarbeiter – wichtige Akteure bei der Umsetzung – bisher kaum erforscht. Diese Studie aus Peking hat diese Lücke geschlossen, indem sie die Wahrnehmungen, Vorlieben und Herausforderungen der Impfmitarbeiter bei der Verabreichung von ISVs untersucht hat.

Studie und Methode

Die Umfrage richtete sich an Impfmitarbeiter, die direkt an der Verabreichung von ISVs in 13 Bezirken (6 städtisch, 7 ländlich) in Peking beteiligt waren. Teilnehmer, die nur für Gesundheitsberatungen oder andere Aufgaben zuständig waren, wurden ausgeschlossen, um sicherzustellen, dass alle Befragten praktische Erfahrung mit ISVs hatten. Ein strukturierter Fragebogen erfasste demografische Daten, Vorlieben für ISVs im Vergleich zu Spritzen (IM), die Bereitschaft, ISVs zu empfehlen, und wahrgenommene Verbesserungsmöglichkeiten. Offene Fragen sammelten qualitative Einblicke in technische und logistische Probleme.

Die Daten wurden über die Plattform Wenjuanxing gesammelt und in Excel und SPSS analysiert. Statistische Methoden umfassten Chi-Quadrat-Tests und logistische Regressionen, um Faktoren zu identifizieren, die Vorlieben und Empfehlungen beeinflussen. Kontinuierliche Variablen wurden als Mittelwerte mit Standardabweichungen, kategorische Variablen als Häufigkeiten und Prozentsätze angegeben.

Teilnehmer und Schulung

Von 590 Befragten beherrschten 42,4% (250/590) die ISV-Verabreichung innerhalb von 7–14 Tagen Schulung. Mitarbeiter aus ländlichen Gebieten bevorzugten ISVs häufiger (58,9% [116/197]) als städtische Kollegen. 75,1% (148/197) der ISV-Befürworter waren sich der Wirkungsweise des Impfstoffs sicher, und 91,4% (180/197) glaubten, Fragen der Empfänger beantworten zu können. Dennoch äußerten 34,5% (68/197) Bedenken hinsichtlich der Schutzdauer von ISVs.

Vorlieben: Nasenspray vs. Spritze

Nur 33,4% (197/590) der Mitarbeiter bevorzugten ISVs gegenüber Spritzen. Gründe waren die einfache Verabreichung (94,9% [187/197]), bessere Mitarbeit der Empfänger (70,1% [138/197]) und kürzere Dauer (37,6% [74/197] brauchten <1 Minute pro ISV-Dosis vs. 58,9% [116/197] bei Spritzen). Trotz dieser Vorteile sahen 68,0% (401/590) Verbesserungsbedarf, insbesondere bei gerätebezogenen Schritten.

Mitarbeiter, die ISVs nicht empfahlen, nannten Herausforderungen wie Niesen (31,0% [122/393]), Nasenausfluss (33,3% [131/393]), Widerstand beim Einatmen (63,1% [248/393]) und das Erreichen des Impfstoffs im Rachen (52,4% [206/393]), was zum Ausspucken führte.

Einflussfaktoren auf Vorlieben und Empfehlungen

Die logistische Regression zeigte vier Faktoren, die die ISV-Präferenz verringerten:

  1. Mangelndes Wissen über die Wirkungsweise (OR = 1,785, 95% CI: 1,079–2,952).
  2. Schwierigkeiten bei der ISV-Technik im Vergleich zu Spritzen (OR = 4,163, 95% CI: 1,991–8,705).
  3. Schlechte Mitarbeit der Empfänger (OR = 6,421, 95% CI: 3,237–12,736).
  4. Unfähigkeit, Fragen zu ISVs zu beantworten (OR = 2,143, 95% CI: 1,147–4,006).

32,7% (193/590) empfahlen ISVs, wobei Sicherheit (79,1% [158/193]), Wirksamkeit (78,3% [149/193]) und Akzeptanz in der Bevölkerung (72,4% [148/193]) die Hauptgründe waren. Mitarbeiter, die ISVs nicht empfahlen, berichteten oft von ähnlicher Mitarbeit wie bei Spritzen (OR = 2,891, 95% CI: 1,246–6,706) oder mangelndem Vertrauen in ihre Fähigkeit, Fragen zu beantworten (OR = 3,549, 95% CI: 1,065–11,829). Die persönliche Vorliebe für ISVs korrelierte stark mit der Empfehlungsbereitschaft (OR = 211,202, 95% CI: 88,971–501,357).

Herausforderungen und Verbesserungsbedarf

Die Mitarbeiter identifizierten mehrere Engpässe:

  1. Impfstoffentnahme: 67,6% (271/401) kritisierten die Plastiknadel, und 76,8% (208/271) befürworteten vorgefüllte Spritzen.
  2. Spritzenmontage: 52,9% (212/401) fanden die Montage komplex, wobei 42,0% (89/212) komplizierte Schritte und 23,1% (49/212) Qualitätsprobleme nannten.
  3. Sprühgerätmontage: 32,9% (132/401) fanden die Montage umständlich, und 20,5% (27/132) schlugen vorgefüllte Alternativen vor.
  4. Auftauen: 17,2% (69/401) berichteten von langen Auftauzeiten (53,6% [37/69]), die den Arbeitsfluss verzögerten.
  5. Verabreichung: 8,2% (33/401) sahen Infektionsrisiken durch engen Kontakt (24,2% [8/33]).

Fazit

Die Studie zeigt, dass Vertrauen der Schlüssel zur Akzeptanz von ISVs ist. Mitarbeiter, die von der Sicherheit, Wirksamkeit und ihren technischen Fähigkeiten überzeugt waren, empfahlen ISVs eher. Um die Einführung zu verbessern, schlägt die Studie vor:

  1. Bessere Schulung: Stärkung des Wissens über ISVs, Problemlösung und Kommunikation.
  2. Vereinfachung der Verfahren: Einfacheres Gerätedesign, weniger Montageschritte und optimierte Auftauprotokolle.
  3. Vorbereitung der Empfänger: Nutzung von Videos oder Anleitungen, um die Mitarbeit zu verbessern.

Grenzen und zukünftige Forschung

Die Studie ist auf Peking beschränkt, was die Verallgemeinerung einschränkt. Die frühe Phase der ISV-Einführung könnte die Ergebnisse beeinflusst haben. Zukünftige Studien in mehreren Regionen könnten diese Erkenntnisse bestätigen und die Entwicklung der Einstellungen untersuchen.

Zusammenfassend zeigt diese Studie, dass ISVs als praktikabel angesehen werden, aber technische und bildungsbezogene Lücken geschlossen werden müssen, um ihre Rolle in Chinas COVID-19-Strategie zu optimieren.

doi.org/10.1097/CM9.0000000000002777
For educational purposes only.

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