Wie bewältigte ein Spitzenkrankenhaus außerhalb von Wuhan die COVID-19-Krise?

Wie bewältigte ein Spitzenkrankenhaus außerhalb von Wuhan die COVID-19-Krise?

Die COVID-19-Pandemie erschütterte die Welt, aber wie schafften es Krankenhäuser außerhalb des Epizentrums Wuhan, ihre Mitarbeiter und Patienten zu schützen? Das Chinesische Medizinische Zentrum der Strategischen Unterstützungskräfte der Volksbefreiungsarmee (das Zentrum), ein führendes Krankenhaus in einem dicht besiedelten Gebiet, stellte sich dieser Herausforderung. Ihre Geschichte bietet wertvolle Lehren für Krankenhäuser weltweit, wie sie mit Ausbrüchen von Infektionskrankheiten umgehen können.

Die Anfänge: Vorbereitung auf das Unbekannte

Im Dezember 2019 kursierten im Internet Berichte über eine mysteriöse Lungenentzündung. Das Zentrum bildete schnell eine „Informationsgruppe für öffentliche Gesundheitsnotfälle“, um die Entwicklungen zu verfolgen und die Lage zu bewerten. Dieser proaktive Schritt ermöglichte es ihnen, der Situation einen Schritt voraus zu sein.

Zur Vorbereitung entwickelte das Zentrum einen Notfallplan. Sie stockten ihre medizinischen Vorräte auf und erweiterten ihre Beschaffungskanäle. Dadurch stellten sie sicher, dass sie genügend Schutzausrüstung und Geräte hatten, um einen möglichen Ausbruch zu bewältigen. Das Personal wurde in Bezug auf Krankheiten, die SARS (eine schwere Atemwegserkrankung) ähneln, und Laborsicherheit geschult. Ein vorläufiger „Notfallreaktionsplan“ wurde ebenfalls erstellt, um Behandlungs- und Beratungsprozesse zu leiten.

Die Warnzeichen: Bereitschaft für Maßnahmen

Bis Mitte Januar 2020 hatte das Zentrum eine Leitungsgruppe für die Prävention und Kontrolle von COVID-19 eingerichtet. Diese Gruppe folgte den Richtlinien der Nationalen Gesundheitskommission Chinas. Sie organisierte Expertenteams, um Regeln für die Diagnose, Prävention und Meldung von COVID-19 zu erstellen. Gleichzeitig bereitete das Zentrum ein medizinisches Team vor, um stark betroffene Gebiete zu unterstützen.

Um die Ressourcen zu verwalten, führte das Zentrum flexible Arbeitsschichten für das Personal ein. Sie bildeten auch Teams, die für den Kauf von Schutzausrüstung zuständig waren. Das Zentrum hortete die doppelte Menge der üblichen Materialien und schuf ein System zur Meldung von Patienten mit Fieber, um Hochrisikofälle frühzeitig zu identifizieren.

Das Zentrum befolgte strenge Desinfektionsrichtlinien, um das Krankenhaus sauber zu halten. Regelmäßige Treffen wurden abgehalten, um die COVID-19-Maßnahmen zu koordinieren. Ein System namens Welink wurde für Fernberatungen genutzt, wodurch der direkte Kontakt unter den Mitarbeitern reduziert wurde. Das Zentrum überarbeitete auch seine Präventionsmaßnahmen und versorgte das Personal mit Kräutergetränken, um ihr Immunsystem zu stärken.

Der volle Ausbruch: Krisenmanagement

Ende Januar 2020 begann das Zentrum, Verdachts- und bestätigte COVID-19-Fälle anhand klinischer Standards zu identifizieren. Sie legten spezielle Routen für den Patiententransport fest und erstellten Richtlinien für die Behandlung von normalen Patienten, Fieberpatienten und stationären Patienten.

Um den routinemäßigen medizinischen Bedarf zu decken, verlangte das Zentrum von ambulanten Patienten, Termine im Voraus zu buchen. Sie verschärften auch die Kontrollen für Krankenhausaufnahmen und den Patientenfluss. Das Zentrum verlängerte die Verschreibungsdauer für Patienten mit chronischen Krankheiten von einem Monat auf drei Monate und führte Online-Beratungen ein, um nicht dringende Besuche zu reduzieren. Trotz dieser Änderungen blieb die Zahl der Notfälle stabil, was zeigte, dass die wesentlichen Dienstleistungen nicht beeinträchtigt wurden.

Das Zentrum erhöhte den Kauf von Schutzausrüstung auf das Fünffache der üblichen Menge. Als die Vorräte knapp wurden, desinfizierten und wiederverwendeten sie einige Materialien. Um Panik zu vermeiden, sorgte die Leitungsgruppe dafür, dass genaue und zeitnahe Informationen veröffentlicht wurden. In Hochrisikobereichen wechselten die Mitarbeiter die Schichten, um Überlastung zu vermeiden.

Das Zentrum richtete auch zwei zusätzliche Isolierstationen ein und schuf spezielle Verfahren für die Behandlung von schwangeren Frauen und Kindern mit Fieber. Diese Schritte stellten sicher, dass sie während des Ausbruchs auf komplexe Fälle vorbereitet waren.

Die Lehren: Aufbau eines starken Systems

Die Erfahrungen des Zentrums unterstreichen die Bedeutung eines resilienten Managementsystems für Krankenhäuser. Hier sind die wichtigsten Erkenntnisse:

  1. Ein hierarchisches Managementsystem: Krankenhäuser benötigen ein System, das sich an lokale Bedürfnisse anpasst. Dies umfasst einen klaren Notfallreaktionsplan, ausreichende Vorräte und eine faire Verteilung der medizinischen Ressourcen.

  2. Anhäufung wesentlicher Vorräte: Die frühe Vorbereitung des Zentrums stellte sicher, dass sie während der Krise genügend Schutzausrüstung hatten. Krankenhäuser sollten ausreichende Vorräte halten, um Engpässe zu vermeiden.

  3. Faire Verteilung der Ressourcen: Das Zentrum stellte sicher, dass Patienten mit dringendem Bedarf rechtzeitig versorgt wurden. Hochrisikobereiche wie Notfallmedizin, Geburtshilfe, Pädiatrie und Dialyse implementierten Maßnahmen, um das Personal zu schützen und gleichzeitig die Dienstleistungen aufrechtzuerhalten.

  4. Effektives Management von Infektionskrankheiten: Die rechtzeitige Identifizierung und standardisierte Behandlung von Infektionskrankheiten ist entscheidend. Die Schulungsprogramme des Zentrums stärkten die Fähigkeit des Personals, auf Notfälle zu reagieren.

  5. Nutzung von Technologie für besseres Management: Das Zentrum nutzte Tools wie WeChat und Welink, um Informationen zu verwalten und den direkten Kontakt zu reduzieren. Online-Beratungen und Arbeitsgruppen verbesserten die Effizienz und reduzierten die Expositionsrisiken.

  6. Ein umfassendes Präventionssystem: Ein starkes Präventionssystem erfordert die Beteiligung aller Mitarbeiter. Krankenhäuser müssen resiliente Systeme schaffen, um gezielte Maßnahmen während Ausbrüchen umzusetzen.

Fazit

Der Ansatz des Zentrums zur Bewältigung der COVID-19-Krise bietet wertvolle Einblicke für Krankenhäuser in nicht-epidemischen Regionen. Durch die Übernahme einer flexiblen und resilienten Managementstrategie, die Sicherstellung ausreichender Vorräte und die Nutzung von Technologie können Krankenhäuser Ausbrüche von Infektionskrankheiten besser bewältigen. Die hier gewonnenen Lehren können dazu beitragen, sich auf zukünftige Gesundheitsnotfälle vorzubereiten.

Zu Bildungszwecken.
doi.org/10.1097/CM9.0000000000000912

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