Was Sie über Brustdrüsenüberwucherung (Hyperplasie der Brustdrüsen) wissen müssen

Was Sie über Brustdrüsenüberwucherung (Hyperplasie der Brustdrüsen) wissen müssen

Erleben Sie Brustschmerzen, Knoten oder Unbehagen? Sie sind nicht allein. Viele Frauen leiden unter diesen Symptomen aufgrund einer häufigen Erkrankung, die als Hyperplasie der Brustdrüsen (HMG) bekannt ist. Diese Erkrankung, auch als Mastopathie oder fibrozystische Brusterkrankung bezeichnet, betrifft die Struktur des Brustgewebes. Obwohl sie nicht krebsartig oder lebensbedrohlich ist, kann sie erhebliche Beschwerden und Sorgen verursachen. In diesem Artikel erklären wir, was HMG ist, wie sie diagnostiziert wird und was Sie tun können, um sie zu bewältigen.

Was ist Hyperplasie der Brustdrüsen (HMG)?
HMG ist eine gutartige Erkrankung, bei der das Brustgewebe übermäßig wächst und unorganisiert wird. Sie tritt auf, wenn die Drüsen und unterstützenden Strukturen in der Brust abnormal wachsen. Diese Erkrankung ist häufig und kann Symptome wie Brustschmerzen, Knoten und manchmal Ausfluss aus der Brustwarze verursachen. Die Schmerzen können mit dem Menstruationszyklus kommen und gehen oder konstant bleiben. Die Knoten können sich fest anfühlen und im Laufe der Zeit in Größe oder Textur verändern.

Was verursacht HMG?
Die genaue Ursache von HMG ist noch unklar, aber es wird angenommen, dass sie mit hormonellen Veränderungen zusammenhängt. Faktoren wie Stress, Ernährung und Genetik können ebenfalls eine Rolle spielen. Frauen im gebärfähigen Alter sind am häufigsten von HMG betroffen, aber sie kann in jedem Alter auftreten.

Wie wird HMG diagnostiziert?
Die Diagnose von HMG beinhaltet das Ausschließen anderer Erkrankungen wie Brustkrebs oder Infektionen. Ihr Arzt wird zunächst nach Ihren Symptomen, Ihrer Krankengeschichte und der Familienanamnese von Brustproblemen fragen. Er wird auch eine körperliche Untersuchung durchführen, um nach Knoten oder Veränderungen im Brustgewebe zu suchen.
Um ein klareres Bild zu erhalten, kann Ihr Arzt bildgebende Tests empfehlen:

  1. Ultraschall: Dieser Test verwendet Schallwellen, um Bilder des Brustgewebes zu erstellen. Er eignet sich gut zur Erkennung von Knoten, Zysten oder festen Massen, insbesondere bei dichtem Brustgewebe.
  2. Mammographie (Röntgen der Brust): Dieser Test ist effektiv, um frühe Anzeichen von Krebs, wie winzige Kalziumablagerungen, zu erkennen. Dichtes Brustgewebe kann jedoch die Sicht auf bestimmte Veränderungen erschweren.
  3. MRT (Magnetresonanztomographie): Dies ist ein empfindlicherer Test, kann aber manchmal falsch positive Ergebnisse zeigen. Er wird normalerweise für Hochrisikopatientinnen oder bei unklaren Ergebnissen anderer Tests verwendet.
    Wenn die bildgebenden Tests etwas Verdächtiges zeigen, kann Ihr Arzt eine Biopsie empfehlen. Dabei wird eine kleine Gewebeprobe entnommen und unter dem Mikroskop untersucht.

Wie sieht HMG in bildgebenden Tests aus?
Beim Ultraschall zeigt sich HMG oft als verdicktes Brustgewebe mit unregelmäßigen, undeutlichen Knoten. Eine Mammographie kann dichte Bereiche oder knotige Schatten zeigen, manchmal mit Kalziumablagerungen. MRT kann detailliertere Bilder liefern, wird jedoch aufgrund der höheren Kosten und der Rate an falsch positiven Ergebnissen seltener verwendet.

Welche Arten von HMG gibt es?
HMG kann viele Formen annehmen, und ihre Klassifizierung wird noch diskutiert. Allgemein wird sie in zwei Hauptkategorien unterteilt:

  1. Mastopathie: Dazu gehören die Überwucherung der milchproduzierenden Drüsen (lobuläre Hyperplasie), die Verdickung des Bindegewebes (Fibro-Adenose) und die Verhärtung der Drüsen (sklerosierende Adenose).
  2. Fibrozystische Mastopathie: Dazu gehören Zysten, Überwucherung der Milchgänge (duktale epitheliale Hyperplasie) und andere Veränderungen im Brustgewebe.
    Einige Formen von HMG, wie die atypische duktale Hyperplasie (ADH), bergen ein leicht erhöhtes Risiko, sich zu Brustkrebs zu entwickeln. Das Gesamtrisiko ist jedoch immer noch gering und liegt zwischen 1 % und 5 %.

Wie wird HMG behandelt?
Das Ziel der Behandlung ist die Linderung der Symptome und die Überwachung der Erkrankung. Hier ist, was Sie erwarten können:

  1. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen: Wenn Sie HMG haben, wird Ihr Arzt wahrscheinlich regelmäßige Nachuntersuchungen empfehlen, um Veränderungen im Brustgewebe zu überwachen.
  2. Lebensstiländerungen: Einfache Schritte wie Stressreduzierung, eine ausgewogene Ernährung und das Tragen eines unterstützenden BHs können helfen, die Symptome zu lindern.
  3. Medikamente: Bei starken Brustschmerzen kann Ihr Arzt Medikamente wie Bromocriptin, Danazol oder Tamoxifen verschreiben. Diese Medikamente können Schmerzen lindern, haben jedoch möglicherweise Nebenwirkungen und werden daher vorsichtig eingesetzt.
  4. Chirurgie: HMG selbst erfordert keine Operation. Wenn jedoch eine Biopsie erforderlich ist, um Krebs auszuschließen, kann Ihr Arzt einen kleinen Eingriff empfehlen, um einen verdächtigen Knoten zu entfernen.

Was, wenn Sie ein hohes Risiko für Brustkrebs haben?
Wenn Sie eine familiäre Vorgeschichte von Brustkrebs oder eine ADH-Diagnose haben, könnten Sie ein höheres Risiko haben. In diesen Fällen kann Ihr Arzt häufigere Kontrolluntersuchungen, vorbeugende Medikamente oder sogar eine Operation empfehlen, um Ihr Risiko zu verringern.

Das Fazit
HMG ist eine häufige und gut behandelbare Erkrankung. Obwohl sie Beschwerden und Sorgen verursachen kann, ist sie nicht krebsartig und führt normalerweise nicht zu schwerwiegenden Komplikationen. Der Schlüssel liegt darin, informiert zu bleiben, mit Ihrem Arzt zusammenzuarbeiten und Schritte zur Bewältigung Ihrer Symptome zu unternehmen. Indem Sie die von Experten festgelegten Richtlinien befolgen, können Sie sicherstellen, dass Sie die bestmögliche Pflege erhalten.

Nur zu Bildungszwecken.
doi.org/10.1097/CM9.0000000000001521

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