Warum immer mehr Menschen an einer Fettleber leiden – und was das für ihre Gesundheit bedeutet
Haben Sie schon einmal von der nicht-alkoholischen Fettlebererkrankung (NAFLD) gehört? Sie ist eine der häufigsten Lebererkrankungen weltweit und betrifft immer mehr Menschen. Aber was genau ist NAFLD, und warum ist sie so besorgniserregend? Dieser Artikel gibt Ihnen einen Überblick über die weltweite Verbreitung, die Risikofaktoren und die gesundheitlichen Folgen dieser Erkrankung.
Was ist NAFLD?
Die nicht-alkoholische Fettlebererkrankung (NAFLD) ist eine Erkrankung, bei der sich Fett in der Leber ansammelt, ohne dass übermäßiger Alkoholkonsum die Ursache ist. Sie kann von einer einfachen Fettleber bis hin zu schwereren Formen wie der nicht-alkoholischen Steatohepatitis (NASH) reichen, die zu Leberzirrhose und sogar Leberkrebs führen kann.
Wie verbreitet ist NAFLD?
Eine aktuelle Studie, die Daten von 2000 bis 2021 analysiert hat, zeigt, dass NAFLD ein globales Problem ist. Die weltweite Verbreitung liegt bei etwa 29,38 %. Das bedeutet, dass fast jeder dritte Mensch von dieser Erkrankung betroffen ist. In Südamerika ist die Verbreitung mit 31,31 % am höchsten, gefolgt von Europa (30,11 %) und Asien (29,92 %). In Afrika ist die Verbreitung mit 8,10 % deutlich niedriger.
Warum nimmt NAFLD zu?
Die Verbreitung von NAFLD hat in den letzten zwei Jahrzehnten deutlich zugenommen. Zwischen 2000 und 2010 lag die Verbreitung bei 27,94 %, während sie zwischen 2011 und 2021 auf 31,63 % gestiegen ist. Diese Zunahme hängt mit verschiedenen Faktoren zusammen, darunter ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel und die Zunahme von Übergewicht und Fettleibigkeit.
Wer ist besonders gefährdet?
Bestimmte Gruppen haben ein höheres Risiko, an NAFLD zu erkranken. Dazu gehören:
- Männer: Die Verbreitung ist bei Männern mit 36,96 % höher als bei Frauen mit 23,85 %.
- Ältere Menschen: Die höchste Verbreitung findet sich in der Altersgruppe von 40 bis 60 Jahren (38,10 %).
- Übergewichtige und fettleibige Menschen: Bei übergewichtigen oder fettleibigen Personen liegt die Verbreitung bei 54,49 %, während sie bei normalgewichtigen Personen nur bei 12,08 % liegt.
- Menschen mit Diabetes: Bei Patienten mit Typ-2-Diabetes liegt die Verbreitung bei 57,85 %.
Welche gesundheitlichen Folgen hat NAFLD?
NAFLD kann schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben. Die Studie zeigt, dass die Erkrankung mit einem erhöhten Risiko für Leberkrebs (HCC), Leberzirrhose und anderen schweren Lebererkrankungen verbunden ist. Die Sterblichkeitsrate bei NAFLD-Patienten liegt bei 23,91 Todesfällen pro 1000 Personenjahre.
Was sind die Risikofaktoren?
Mehrere Faktoren erhöhen das Risiko, an NAFLD zu erkranken:
- Übergewicht und Fettleibigkeit: Ein höherer Body-Mass-Index (BMI) und zentrale Fettleibigkeit sind stark mit NAFLD verbunden.
- Diabetes und Insulinresistenz: Menschen mit Diabetes oder Insulinresistenz haben ein höheres Risiko.
- Hohe Leberenzyme: Erhöhte Leberenzyme können ein Hinweis auf eine Fettleber sein.
- Bluthochdruck und hohe Cholesterinwerte: Diese Faktoren erhöhen ebenfalls das Risiko.
Wie wird NAFLD diagnostiziert?
NAFLD wird oft durch bildgebende Verfahren wie Ultraschall, Computertomographie (CT), Magnetresonanztomographie (MRI) oder Leberbiopsie diagnostiziert. Blutuntersuchungen und Vorhersageindizes können ebenfalls verwendet werden.
Was kann man tun?
Obwohl es keine spezifische Behandlung für NAFLD gibt, können Lebensstiländerungen das Risiko verringern. Dazu gehören:
- Gesunde Ernährung: Vermeiden Sie zuckerhaltige und fettreiche Lebensmittel.
- Regelmäßige Bewegung: Körperliche Aktivität kann helfen, das Gewicht zu kontrollieren und das Risiko zu verringern.
- Gewichtsmanagement: Eine gesunde Gewichtsabnahme kann die Fettleber verbessern.
Fazit
Die nicht-alkoholische Fettlebererkrankung ist ein wachsendes globales Gesundheitsproblem, das mit schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen verbunden ist. Die zunehmende Verbreitung unterstreicht die Notwendigkeit von mehr Bewusstsein und präventiven Maßnahmen. Durch gesunde Lebensgewohnheiten kann das Risiko, an NAFLD zu erkranken, verringert werden.
For educational purposes only.
doi.org/10.1097/CM9.0000000000002277