Warum erhalten in China nicht mehr Frauen Schmerzlinderung während der Geburt?

Warum erhalten in China nicht mehr Frauen Schmerzlinderung während der Geburt?

Stellen Sie sich vor, Sie durchleben eine der schmerzhaftesten Erfahrungen Ihres Lebens, ohne wirksame Schmerzlinderung zu erhalten. Für viele Frauen in China ist dies während der Geburt immer noch Realität. Während Methoden wie die Epiduralanästhesie (eine Form der Schmerzlinderung, die in den unteren Rücken injiziert wird) in westlichen Ländern weit verbreitet sind, werden sie in China immer noch zu wenig genutzt. Warum ist das so, und was wird getan, um dies zu ändern? Lassen Sie uns die Faktoren untersuchen, die die Verbesserung der Schmerzlinderung während der Geburt in China beeinflussen.

Der Schmerz der Geburt und die Hoffnung auf Linderung

Geburtsschmerzen werden oft als eine der intensivsten Schmerzformen beschrieben, die ein Mensch erleben kann. Seit Jahrzehnten ist die Epiduralanästhesie ein entscheidender Faktor, um Frauen bei der Bewältigung dieser Schmerzen zu helfen. Sie ist sicher, wirksam und in vielen Ländern weit verbreitet. In Großbritannien bieten beispielsweise fast 90 % der Krankenhäuser rund um die Uhr Epiduraldienste an. In China sieht die Situation jedoch anders aus. Eine Umfrage aus dem Jahr 2006 ergab, dass nur 13,1 % der Krankenhäuser diesen Service rund um die Uhr anboten. Obwohl es einige Fortschritte gegeben hat, bleibt die Lücke zwischen China und den westlichen Ländern erheblich.

Was hält China zurück?

Um zu verstehen, warum Schmerzlinderung während der Geburt in China nicht weiter verbreitet ist, führten Forscher im Jahr 2018 eine große Umfrage durch. Sie befragten Krankenhäuser im ganzen Land zu ihren Praktiken und Herausforderungen. Die Ergebnisse zeigten einige wesentliche Hindernisse.

Ein Mangel an Fachärzten

Eine der größten Hürden ist der Mangel an Anästhesisten, den Ärzten, die Epiduralanästhesien durchführen. In der Umfrage gaben 68,68 % der Krankenhäuser, die keine Schmerzlinderung während der Geburt anboten, dies als Hauptgrund an. Die Bereitstellung von rund um die Uhr verfügbaren Epiduraldiensten erfordert ein Team von qualifizierten Anästhesisten, und vielen Krankenhäusern fehlt es einfach an Personal.

Lange Arbeitszeiten und niedrige Bezahlung

Selbst wenn Anästhesisten verfügbar sind, ist der Job nicht immer attraktiv. Die Arbeit in der Geburtshilfe bedeutet oft lange, unvorhersehbare Arbeitszeiten. Die Risiken, die mit der Durchführung von Epiduralanästhesien verbunden sind, sind auch höher als in anderen Bereichen der Anästhesie. Trotz dieser Herausforderungen spiegelt die Bezahlung der Anästhesisten in diesem Bereich nicht immer die Anforderungen des Jobs wider. Diese Diskrepanz macht es schwer, Fachkräfte anzuziehen und zu halten.

Regionale und Krankenhausunterschiede

Die Verfügbarkeit von Schmerzlinderung während der Geburt variiert stark in ganz China. Krankenhäuser in den zentralen und nordöstlichen Regionen bieten diese Dienstleistungen eher an, während die Krankenhäuser im Nordwesten hinterherhinken. Ebenso sind größere, spezialisierte Krankenhäuser besser ausgestattet als kleinere. Beispielsweise bieten 89,89 % der Mutter-Kind-Krankenhäuser Epiduralanästhesien an, verglichen mit nur 42,67 % der Krankenhäuser mit anderen Fachrichtungen.

Was wird getan, um die Situation zu verbessern?

Trotz dieser Herausforderungen gab es in den letzten Jahren Fortschritte. Immer mehr Frauen werden sich der Vorteile der Epiduralanästhesie bewusst, und die Nachfrage steigt. Im Jahr 2005 hatten nur 16,1 % der Bevölkerung von dieser Methode gehört. Heute ist diese Zahl viel höher, und mehr Frauen bitten während der Geburt darum.

Globale und lokale Initiativen

Internationale Bemühungen haben ebenfalls eine Rolle gespielt. Die No Pain Labor & Delivery-Global Health Initiative (NPLD-GHI), die 2006 in den USA gestartet wurde, hat dazu beigetragen, die Verwendung von Epiduralanästhesien in China zu fördern. Lokale Projekte, die von der Nationalen Gesundheits- und Familienplanungskommission organisiert wurden, haben ebenfalls daran gearbeitet, den Zugang zu Schmerzlinderung während der Geburt zu erweitern.

Die Rolle der öffentlichen Aufklärung

Öffentliche Aufklärungskampagnen waren entscheidend, um die Einstellungen zu ändern. Viele Frauen in China sind heute besser über ihre Möglichkeiten informiert und setzen sich für eine bessere Versorgung ein. Dieser Wandel im Bewusstsein treibt die Krankenhäuser dazu an, ihre Dienstleistungen zu verbessern.

Was bringt die Zukunft?

Obwohl es Fortschritte gegeben hat, ist noch ein langer Weg zu gehen. Um Schmerzlinderung während der Geburt weiter zu verbreiten, muss China den Mangel an Anästhesisten angehen und die Arbeitsbedingungen für diejenigen in diesem Bereich verbessern. Die Aufnahme von Epiduraldiensten in das nationale Krankenversicherungssystem könnte sie auch für Frauen im ganzen Land zugänglicher machen.

Fazit

Schmerzlinderung während der Geburt ist ein grundlegendes Recht, das vielen Frauen in China noch immer nicht zur Verfügung steht. Während Herausforderungen wie der Mangel an Fachärzten und regionale Unterschiede bestehen bleiben, sind Bemühungen im Gange, um die Situation zu verbessern. Indem diese Hindernisse angegangen werden, kann China sicherstellen, dass mehr Frauen die Möglichkeit haben, die Geburt mit weniger Schmerzen und mehr Komfort zu erleben.

Zu Bildungszwecken.
doi.org/10.1097/CM9.0000000000000529

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