Intraduktales Papillom: Was Sie wissen müssen, um sicher zu gehen

Intraduktales Papillom: Was Sie wissen müssen, um sicher zu gehen

Haben Sie schon einmal von einem intraduktalen Papillom gehört? Diese gutartige Veränderung in der Brust kann zwar harmlos sein, birgt aber Risiken, die nicht ignoriert werden sollten. Warum ist das wichtig? Weil es in seltenen Fällen zu bösartigen Veränderungen führen kann. Die chinesischen Leitlinien von 2021 bieten klare Empfehlungen, wie man diese Erkrankung sicher erkennt und behandelt.

Was ist ein intraduktales Papillom?

Ein intraduktales Papillom ist eine gutartige Wucherung in den Milchgängen der Brust. Es macht etwa 5,3 % aller gutartigen Brusterkrankungen aus. Obwohl es meist harmlos ist, kann es in manchen Fällen zu Veränderungen führen, die das Risiko für Brustkrebs erhöhen. Es gibt zwei Haupttypen:

  • Zentrale Papillome: Diese entstehen in den größeren Milchgängen nahe der Brustwarze. Oft zeigen sie sich durch blutigen oder wässrigen Ausfluss aus der Brustwarze. Manchmal ist auch ein Knoten in der Nähe der Brustwarze zu spüren.
  • Periphere Papillome: Diese entstehen in den kleineren Milchgängen weiter außen in der Brust. Sie verursachen oft keine Symptome und werden meist zufällig bei einer Untersuchung entdeckt.

Wie wird ein intraduktales Papillom erkannt?

Die Diagnose basiert auf mehreren Schritten, um sicherzugehen, dass es sich wirklich um ein Papillom handelt und nichts Ernstes dahintersteckt.

1. Klinische Untersuchung

Ein Arzt fragt nach Symptomen wie Ausfluss oder einem Knoten. Er drückt vorsichtig auf die Brust, um zu sehen, ob Flüssigkeit aus der Brustwarze austritt.

2. Bildgebende Verfahren

  • Ultraschall: Dies ist die erste Wahl, um die Brust zu untersuchen. Es hilft, die Lage und Größe der Veränderung zu bestimmen. Allerdings ist es nicht immer eindeutig.
  • Mammographie: Diese Röntgenuntersuchung der Brust wird oft zusätzlich durchgeführt, um nach verdächtigen Kalkablagerungen zu suchen, die auf Krebs hinweisen könnten.
  • Magnetresonanztomographie (MRT): Diese Methode ist sehr genau, wird aber wegen der hohen Kosten und begrenzten Verfügbarkeit nicht immer eingesetzt.

3. Duktoskopie

Hier wird ein dünnes Röhrchen in den Milchgang eingeführt, um die Veränderung direkt zu betrachten. Diese Methode ist besonders bei zentralen Papillomen mit Ausfluss nützlich.

4. Zytologische Untersuchung

Die Flüssigkeit aus der Brustwarze wird unter dem Mikroskop untersucht. Diese Methode ist zwar spezifisch, aber nicht sehr empfindlich.

5. Biopsie

  • Stanzbiopsie (CNB): Hier wird eine kleine Gewebeprobe entnommen, um sie im Labor zu untersuchen.
  • Vakuum-assistierte Biopsie (VABB): Diese Methode entfernt mehr Gewebe und ist besonders bei kleineren Veränderungen geeignet.

Wann ist eine Operation nötig?

Bei einem intraduktalen Papillom wird in der Regel eine Operation empfohlen, um sicherzugehen, dass keine bösartigen Veränderungen vorliegen.

1. Offene Operation

  • Zentrale Papillome: Hier wird oft ein Teil des Milchgangs entfernt, um die Veränderung vollständig zu beseitigen.
  • Periphere Papillome: Meist reicht eine kleinere Operation, bei der nur der betroffene Bereich entfernt wird.

2. Vakuum-assistierte Biopsie (VABB)

Diese Methode kann bei kleinen, gut sichtbaren Veränderungen angewendet werden. Sie entfernt die Veränderung vollständig und erspart oft eine offene Operation.

3. Vorbeugende Brustentfernung

In seltenen Fällen, bei denen die gesamte Brust betroffen ist, kann eine Entfernung der Brust in Betracht gezogen werden.

Was ist bei atypischer duktaler Hyperplasie (ADH) zu beachten?

Wenn bei der Biopsie ADH festgestellt wird, ist besondere Vorsicht geboten. Je nach Befund kann eine engmaschige Überwachung ausreichen, oder es wird eine weitere Operation empfohlen.

Warum ist die Nachsorge wichtig?

Auch nach der Operation ist es wichtig, die Brust regelmäßig zu untersuchen. Manchmal bleiben Reste der Veränderung zurück, die dann erneut entfernt werden müssen.

Fazit

Die Leitlinien der chinesischen Gesellschaft für Brustchirurgie bieten klare Empfehlungen, um intraduktale Papillome sicher zu erkennen und zu behandeln. Durch eine Kombination aus klinischer Untersuchung, bildgebenden Verfahren und Biopsie können Risiken minimiert und die Behandlung optimiert werden.

doi.org/10.1097/CM9.0000000000001533
For educational purposes only.

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