Duktales Karzinom in situ (DCIS): Was Sie wissen müssen

Duktales Karzinom in situ (DCIS): Was Sie wissen müssen

Das duktale Karzinom in situ (DCIS) ist eine häufige Diagnose bei Brustkrebsuntersuchungen. Doch was bedeutet das genau? Und wie wird es behandelt? Die chinesischen Leitlinien für Brustchirurgie (CSBrS) aus dem Jahr 2021 geben klare Empfehlungen. Diese Leitlinien sollen Ärzten helfen, DCIS besser zu verstehen und zu behandeln.

Was ist DCIS?

DCIS ist eine Frühform von Brustkrebs. Die Krebszellen befinden sich nur in den Milchgängen (Dukten) und haben sich noch nicht auf das umliegende Gewebe ausgebreitet. Daher wird es als „nicht-invasiv“ bezeichnet. Doch obwohl DCIS nicht lebensbedrohlich ist, kann es sich ohne Behandlung zu invasivem Brustkrebs entwickeln.

Wie wird DCIS diagnostiziert?

Die Diagnose von DCIS beginnt oft mit einer Mammografie (Röntgen der Brust). Diese Methode ist besonders effektiv, um kleine Veränderungen in der Brust zu erkennen. Bei Frauen mit dichtem Brustgewebe kann auch eine Ultraschalluntersuchung hilfreich sein. In einigen Fällen wird eine Magnetresonanztomografie (MRI) empfohlen, besonders wenn die Ergebnisse anderer Untersuchungen unklar sind.

Die endgültige Diagnose erfolgt jedoch erst nach einer Gewebeuntersuchung. Dabei wird eine Gewebeprobe entnommen und unter dem Mikroskop analysiert. Dies geschieht entweder vor der Operation (z. B. durch eine Nadelbiopsie) oder nach der Operation.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Die Behandlung von DCIS hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Größe des Tumors und dem Risiko einer Rückkehr. Die wichtigsten Optionen sind:

  1. Brusterhaltende Operation (BCS): Dabei wird nur der Tumor entfernt, und die Brust bleibt erhalten. Diese Methode wird oft mit einer Strahlentherapie kombiniert, um das Risiko eines Rückfalls zu verringern.
  2. Mastektomie: Hierbei wird die gesamte Brust entfernt. Diese Methode wird oft gewählt, wenn der Tumor groß ist oder sich über einen großen Bereich der Brust ausbreitet.
  3. Mastektomie mit Brustrekonstruktion: Nach der Entfernung der Brust kann eine Rekonstruktion durchgeführt werden, entweder sofort oder später.

Wichtig ist, dass bei einer brusterhaltenden Operation die Ränder des entfernten Gewebes frei von Krebszellen sind. Sollte dies nicht der Fall sein, kann eine Nachoperation oder eine Mastektomie notwendig sein.

Welche zusätzlichen Behandlungen gibt es?

Nach einer brusterhaltenden Operation wird oft eine Strahlentherapie empfohlen. Studien zeigen, dass dies das Risiko eines Rückfalls deutlich verringert.

Für Frauen mit hormonempfindlichem DCIS kann eine Hormontherapie sinnvoll sein. Dabei werden Medikamente wie Tamoxifen (für Frauen vor den Wechseljahren) oder Aromatasehemmer (für Frauen nach den Wechseljahren) eingesetzt. Diese Medikamente blockieren die Wirkung von Hormonen, die das Wachstum von Krebszellen fördern können.

Was ist mit Chemotherapie?

Chemotherapie wird bei DCIS in der Regel nicht empfohlen. Da DCIS nicht invasiv ist, gibt es keine Hinweise darauf, dass Chemotherapie einen Nutzen bringt.

Wie wird die Entscheidung getroffen?

Die Wahl der Behandlung hängt von vielen Faktoren ab, wie dem Alter der Patientin, der Größe und Lage des Tumors sowie den persönlichen Vorlieben. Es ist wichtig, dass Patientinnen mit ihren Ärzten ausführlich über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Optionen sprechen.

Fazit

DCIS ist eine komplexe Diagnose, die eine sorgfältige Planung der Behandlung erfordert. Die chinesischen Leitlinien bieten eine klare Struktur für die Diagnose und Therapie. Wichtig ist, dass jede Patientin individuell beraten wird, um die beste Entscheidung für ihre Gesundheit zu treffen.

For educational purposes only.
doi.org/10.1097/CM9.0000000000001506

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